Freisprechungsfeier der Maler- und Lackierer-Innung Westfalen-Süd
Im Rahmen einer feierlichen Freisprechungsfeier erhielten kürzlich die Gesellinnen und Gesellen der Maler- und Lackierer-Innung Westfalen-Süd ihre Prüfungszeugnisse und Gesellenbriefe. Die Feier der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung fand im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen statt.
„Mit der Ausbildung im Malerhandwerk habt ihr eine gute Grundlage erhalten euer Leben zu meistern“, erklärte Sebastian Soose als Lehrlingswart in einer kurzen Eröffnungsansprache. Der Malermeister freute sich sehr, den jungen Gesellen zu ihrem erfolgreichen Abschluss und den guten Leistungen in ihrer Ausbildungszeit gratulieren zu können.
Dem Lob schloss sich auch Harald Görnig, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd an. „Der Beruf des Maler- und Lackierers ist ein toller Beruf. Die meisten Handwerker sind zufrieden und fühlen sich wohl in ihrem Beruf. Ihr könnt stolz auf euch sein. Ihr könnt mehr als nur eine Wand streichen. Ihr macht eine Arbeit, die man sieht“, so Görnig. Auch er ging kurz auf das Thema Fachkräftemangel ein und meinte „ihr könnt bald wesentlich mehr Geld verdienen als erwartet. Lasst euch nicht von der Industrie locken, weil dort mehr gezahlt wird. Überlegt, dass KI mittlerweile überall lauert. Ihr hingegeben könnt Arbeit erledigen, die die KI nicht kann. Wände streichen und Fenster abkleben, dass kann künstliche Intelligenz nicht. Bleibt in dem Beruf, der euch Spaß macht. Auch ich freue mich sehr, dass ihr die Prüfung bestanden habt und jetzt beruflich euren Weg gehen könnt. Nutzt eure Möglichkeiten“, so Harald Görnig.
Der Stellvertretende Obermeister der Innung, Malermeister Nils Krafft aus Freudenberg, der zusammen mit Harald Görnig, Lehrlingswart Sebastian Soose samt Stellvertreterin Alexandra Althaus die Gesellenbriefe überreichte, gratulierte den ehemaligen Auszubildenden zu deren großartigem Tag. „Ihr seid ab jetzt Gesellen. Wir brauchen auch gute Gesellen, die unsere Arbeit und die Firmen voranbringen“, so Nils Krafft. Er gab den jungen Menschen im großen Saal den Rat, durchaus auch weiterhin als Geselle zu arbeiten. „Je höher man ist, desto weniger macht man Dinge, die einem Spaß machen. Damit meine ich natürlich nicht, dass Chef sein nicht auch schön sein kann. Aber die eigentliche Arbeit, die man sehen kann und die die Kunden erfreut, wird dann meistens weniger. Man ist halt mehr mit Dingen beschäftigt, die ein Chef macht“, so Krafft.
Nach einem gemeinsamen Abendessen erhielten folgende Personen ihre Gesellenbriefe:
Wintergesellenprüfung 2024/2025
René Kreusser (Claus Ortmann, Attendorn)
Ali Sina Mohsini (Marco Jung, Netphen)
Sommergesellenprüfung 2025
Ibrahim Addullah (Hengst Handwerk GmbH, Bad Laasphe)
Fabienne Bäumer (Christian Kosch, Wilnsdorf)
Sarah Sophie Beyer (Maler Dell GmbH & Co. KG, Neunkirchen)
Jonas Laurence Braß (POLYGON Deutschland GmbH, Olpe)
Muhammed Cilingir (Ralf Utsch e. K, Siegen)
Stine Friedhoff (baier Malerfachbetrieb GmbH, Lennestadt)
Nelio Grotmann (baier Malerfachbetrieb GmbH, Lennestadt)
Nevzad Habibi (Malerfachbetrieb Rath GmbH, Kreuztal)
Ina Homrighausen (Althaus GmbH, Bad Berleburg)
Peter Korte (Michael Koch, Attendorn)
Aaron Chrispin Krüger (Malerfachbetrieb Rath GmbH, Kreuztal)
Joy Müller (Frank Platz, Mudersbach)
Melanie Propp (Hengst Handwerk GmbH, Bad Laasphe)
Alice Sabau (Hengst Handwerk GmbH, Bad Laasphe)
Nele Schnecke (Magnus Berg, Kreuztal)
Joshua Scholz (57 Sanierung GmbH, Siegen)
Dominik Schulz (Malerfachbetrieb Rath GmbH, Kreuztal)
Lisa Schwamborn (Hubertus Reuber, Drolshagen)
Dennis Stellenberger (POLYGON Deutschland GmbH, Olpe)
Francesca Stoppelli (POLYGON Deutschland GmbH, Olpe)
Leon-Marvin Strack (Uwe Haas, Bad Laasphe)
Mona Wagener (Jens Otto GmbH & Co. KG, Bad Laasphe)
Text und Fotos: Kai Osthoff
Bildunterschriften:
2025-08-28-freisprechungsfeier-malerinnung-siegen 32.jpg: Gruppenbild
2025-08-28-Sebastian Sooose freisprechungsfeier-malerinnung-siegen 001.jpg: Lehrlingswart der Innung
2025-08-28- Nils Krafft freisprechungsfeier-malerinnung-siegen 009.jpg: Stellvertretender Obermeister der Innung
2025-08-28-HGF Görnig freisprechungsfeier-malerinnung-siegen 004.jpg: Geschäftsführer der Innung
Ort: Hotel Zur Altstadt Freudenberg
Datum: 11.07.2025
„Für Sie ist heute ein ganz besonderer Tag, auf den Sie, liebe Gesellinnen und Gesellen, lange hingearbeitet haben. Sie haben Ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und Ihre Gesellprüfung bestanden und damit ein klares Zeichen gesetzt: Sie gehören jetzt offiziell zu unserem Handwerk“, erklärte Andrea Simon als Obermeister der Friseurinnung kürzlich im Rahmen einer feierlichen Freisprechungsfeier. „Liebe Gesellinnen und Gesellen, was Sie in den letzten drei Jahren erreicht haben, ist etwas Großes. Sie haben viel gelernt über Schnitttechniken, Farbgestaltung, Beratung, Kundenkontakt, Trends und vieles mehr. Sie haben Höhen und Tiefen durchlebt, Herausforderungen gemeistert und sich selbst dabei immer wieder neu kennengelernt. Und Sie haben auch etwas gelernt, das in keinem Lehrplan steht: Geduld, Ausdauer, Verantwortung, Kreativität und das Vertrauen in sich selbst“.
In ihrer Eröffnungsrede nahm Andrea Simon auch das Thema Künstliche Intelligenz (KI) mit auf. Die könne in Zukunft im Friseur-Alltag helfen und in einigen Bereichen eine große Hilfe und Bereicherung darstellen.
Im Hotel „Zur Altstadt“ erhielten die Gesellinnen und Gesellen ihre Prüfungszeugnisse, nachdem sie die Gesellenprüfungen Winter 2024/2025 sowie im Sommer 2025 bestanden haben.
Zu den Rednern des Abends gehörte auch Angela Jung, die als stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Siegen den neuen Gesellinnen und Gesellen ihre Anerkennung für die dreijährige Ausbildung in einem sehr schönen Handwerksberuf aussprach.
Bevor die Gesellenbriefe und Prüfungszeugnisse überreicht wurden, lobte der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Harald Görnig, noch die Leistungen und sprach auch den Eltern einen großen Dank aus. „Ich bin selbst Vater von drei Kindern und weiß, was das für ein Gefühl ist, wenn alle drei einen Ausbildungsplatz bekommen haben und die Wege für ihre Zukunft gesetzt werden. Denn Sie liebe Gesellinnen und Gesellen können jetzt was, was andere nicht können: Haare schneiden, Das kann kein Arzt, kein Pilot. Sie können Menschen einen tollen Haarschnitt und ein neues Outfit verschaffen. Bleiben Sie in Ihrem tollen Beruf und lassen sich nicht von Geldscheinen locken und gehen in die Industrie. Machen Sie Ihren Job mit Herzblut und dass was Ihnen Spaß macht. So, dass Sie jeden Tag mit einem Lächeln auf die Arbeit gehen“, so Görnig. Er dankte auch allen Ausbildungsbetrieben, die sich bereiterklären einen Ausbildungsplatz und ein hohes Maß an Verantwortung zur Verfügung zu stellen. Neben den Wortbeiträgen gab es auch einen Tanzauftritt der Tanzgruppe der Alcher Turngemeinschaft.
Bestanden haben die Wintergesellenprüfung 2024/2025:
Hero Aziz Arif Arif (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe), Greta Greve (Heike Hilbig, Lennestadt), Lilly Klaas (Deutsche Angestellten-Akademie GmbH, Betzdorf), Patrycja Kozub (Deutsche Angestellten-Akademie GmbH, Olpe), Beauty Oahimire Monday (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe), Dilara Ugurlu (Mikail Zengin, Betzdorf), Volkan Sik (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe).
Bestanden haben die Sommergesellenprüfung 2025:
Zulaikha Abdullah Yousif (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe)
Aliyeh Badvan (Filis Kayar, Siegen), Rejin Bakir Mirza (Malda Elibal, Siegen), Nataliya Berg (Haar-Atelier Jens Bender, Inh. Dirk Gommers, Siegen), Marie-Sophie Blöcher, (Anette Berretz, Bad Berleburg), Zeynep Catoglu (Klier Hair Group GmbH, Siegen), Mohamad Chaban (Jens Hardenacke, Lennestadt), Abdulrahim Darkalt (Jens Hardenacke, Lennestadt), Lea Emily Dußat (Marina Marchel, Bad Berleburg), Waleed Hasan (Nadine Raad, Bad Berleburg), Maisaa Hiza (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe), Maari Lenk (Uwe Sascha Berg, Siegen), Finn-Luca Lenz (Klier Hair Group GmbH, Siegen), Sophie Mackenbach (Nicole Schrey, Siegen), Dania Mohamad (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe), Jasmin Nelde (Jens Hardenacke, Lennestadt), Sedigeh Ojani (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe), Ahmad Othman (Deutsche Angestellten-Akademie GmbH, Olpe), Anna Louisa Packmohr (Alena Achatzi, Erndtebrück), Mara Pusch (Jens Hardenacke, Lennestadt),
Lana Saße (Julia Ramrath und Philipp Ramrath, Eslohe), Alban Tahiri (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe), Natalia Wardin (Büth GmbH, Harbach), Elsa Xani (Erol Kazar, Attendorn)
Die Prüfungsbesten waren 1. Maari Lenk (Uwe Sascha Berg, Siegen), 2. Lana Saße (Julia Ramrath und Philipp Ramrath, Eslohe) und 3. Sophia Mackenbach (Nicole Schrey, Siegen).
Text und Fotos: Kai Osthoff
Die Ergebnisse bei der Brotprüfung sind in diesem Jahr wieder besonders gut.
„Wir haben uns sehr gefreut, dass drei Betriebe mehr mitgemacht haben als im letzten Jahr. Auch die Zahl der eingereichten Proben ist gestiegen. Wir haben 83 Brotproben gehabt von zwölf Betrieben. Das ist ein steigender Faktor und das finden wir sehr gut. Das zeigt auch, dass die Firmen Wert drauf legen auf diese Prüfung und das Ergebnis war wie immer sehr gut. Alle Brote sind mit gut oder sehr gut bewertet worden und es waren auch einige Goldmedaillen dabei. Das zeigt auch, wie hoch das Qualitätsniveau der heimischen Brote ist“, erklärte Georg Sangermann, Bäckermeister und Obermeister der Bäcker-Innung Westfalen-Süd. „Wir machen jedes Jahr die Brotprüfung. Sie hat zum einen den Vorteil, dass wir in der Öffentlichkeit nochmal Werbung für unser Handwerk machen können. Der wichtigste Grund ist eigentlich die Qualitätskontrolle. Und die findet durch einen neutralen Sachverständigen statt. Somit bekommt jeder Bäcker Expertise, was er an seinem Brot noch verbessen kann oder ob alles ok ist. Und das ist schonmal sehr wichtig, um über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und man nicht im eigenen Unternehmen betriebsblind wird“, so Sangermann. Ein Lob gab es auch von Harald Görnig, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd sowie von Wolfgang Vollmer, Schulleiter an der Ersten Deutschen Bäckerfachschule in Olpe. Die Brotprüfung fand kürzlich auf dem Wochenmarkt in Kreuztal statt. Unter den aufmerksamen Blicken vieler Besucher des Wochenmarktes und unter fachmännischer Leitung des Prüfers Michael Hofmann. Bei der Brotprüfung achtete der Qualitätsprüfer des Deutschen Bäckerhandwerks sowie staatlich geprüfter Brotsommelier auf folgende Testkriterien: Form und Aussehen, Lockerung, Geruch und Geschmack, Struktur und Elastizität sowie Kruste und Krume.
Die Ergebnisse konnten sich allesamt sehen lassen, wie Georg Sangermann im Rahmen der Urkundenübergabe in der Bäckereifachschule in Olpe erklärte.
| Bäckerei Hellmann, Wilnsdorf Römerbrot Siegerländer Schwarzbrot Siegerländer Reibekuchen Chiabrot Mediterranes Landbrot Olivenbrot Walnussbrot Delikatesskruste |
sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut |
| Bäckerei Hesse KG, Kirchhundem Hessekorn Krombacher Braustubenbrot Schwarzwälder Dinkelkruste Herzbube Walnuss Langschläfer Brot Sauerländer Roggenmischbrot Siegerländer Schwarzbrot Dinkelkruste |
sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut |
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| Bäckerei Michael Lixfeld, SiegenMajeborner Schwarzbrot Mischbrot Kürbiskernbrot |
sehr gut sehr gut gut sehr gut |
| Bäckerei Steffen Maiworm, Drolshagen Mehrkornbrot Schwarzbierbrot Sonnenblumenbrot Schwarzbrot Feinbrot Pizza-Baguette Rosenthaler Vollkornbrot |
sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut |
| Bäckerei Poggel, KirchhundemRoggenvollkornbrot Sonnenblumen-Vollkornbrot Hausbrot Zugebackenes Roggenbrot Roggenbrot |
sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut |
| Bäckerei Georg Sangermann, Olpe Vollkorn-Kruste Schwarzbrot Dicker Backes Sauerländer Doppelback Kaminbrot Sauerländer Graubrot Körner Backes Genussemmel |
sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut |
| Bäckerei Schwan, Inh. Marco Frank, Bad BerleburgSaatenkruste Heidebrot Dunkles Malzbrot Krustenbrot Kasseler Grobes Saatenbrot Königskugel 100er Roggen Fritzchen |
sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut |
| Josef & Jörg Tröster, Lennestadt Früchte Vollkorn Kosakenbrot Kastensemmel Graubrot |
sehr gut gut gut sehr gut |
| Bäckerei Wilhelm Voßhagen, Drolshagen Vollkornbrot Vollkorn-Sonnenblumenbrot Feinbrot Schwarzbrot Drolshagener Schwarzbrot Stinches Mehrkornbrot Dinkelvollkornbrot Emmervolkornbrot |
gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut |
| Bäckerei Paul Hesse, Inh. Petra Breuch, Olpe Siegerländer Schwarzbrot Sassmicker Backes Graubrot Mühlen-Schwarzbrot Roggen-Vollkornbrot Olper Kornschnitte Schwarzbrot Olper Krustenbrot |
sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut |
| Sauerlandfrische Dornseifer GmbH & Co. KG, Wenden-Hünsborn Kürbiskernbrot Hünsborner Roggenbrot Siegerländer Schwarzbrot Unser Hausbrot |
sehr gut gut gut gut |
GOLD URKUNDEN
Die Auszeichnung GOLD-Brot (für gleichbleibend sehr gute Qualität in den letzten drei Jahren) erhielten:
Bäckerei Hellmann, Wilnsdorf
Chiabrot
Mediterranes Landbrot
Siegerländer Schwarzbrot
Römerbrot
Siegerländer Reibekuchen
Bäckerei Hesse KG, Kirchhundem
Dinkelkruste
Bäckerei Karl-Heinz und Dennis Klein GbR, Siegen
Original Siegerländer Schwarzbrot
Reibekuchen
Bäckerei Lixfeld, Siegen
Majeborner
Schwarzbrot
Bäckerei Steffen Maiworm, Drolshagen
Mehrkornbrot
Sonnenblumenbrot
Schwarzbrot
Vollkornbrot
Landbäckerei Sangermann, Olpe
Schwarzbrot
Sauerländer Doppelpack
Körner Backes
Bäckerei Schwan, Inh. Marco Frank, Bad Berleburg
Heidebrot
Bäckerei Wilhelm Voßhagen, Drolshagen
Vollkornbrot-Sonnenblumenbrot
Feinbrot
Schwarzbrot
Drolshagener Schwarzbrot
Bäckerei Paul Hesse, Inh. Petra Breuch e.K.
Mühlen-Schwarzbrot
Roggen-Vollkornbrot
111 Facharbeiter und Gesellen sowie Meister feierten ihren Abschluss.
Siegen-Wittgenstein/Olpe. Die festlich geschmückte Weißtalhalle in Kaan-Marienborn bot auch in diesem Jahr den würdigen Rahmen für die Abschlussfeier des Aus- und eiterbildungszentrums Bau (AWZ Bau). Insgesamt 91 junge Fachkräfte sowie 20 neue Meisterinnen und Meister feierten dort ihren erfolgreichen Abschluss und setzten damit ein starkes Zeichen für die Zukunft des regionalen Bauhandwerks.
Bereits zum Auftakt sorgte der Werbespot "Das Lied vom Handwerk" für nachdenkliche Momente. Die Botschaft: Ohne Handwerk steht unsere Gesellschaft still. Moderatorin Gaby Rosenkranz und Heiko Schmid, technischer Geschäftsführer des AWZ Bau griffen dieses zentrale Thema in ihrer Begrüßung auf und leiteten damit in einen Abend voller Wertschätzung und Anerkennung über.
Bewegende Fotoshow der praktischen Prüfungen
Ein erstes Highlight war die bewegende Fotoshow, die Momentaufnahmen aus den Prüfungssituationen der Absolventen/Absolventinnen zeigte. Die Kombination aus Fotos und persönlichen Zitaten sorgte für großen Applaus.
Grußworte
Stellvertretend für die Bauinnung und Zimmerer-Innung Westfalen-Süd, der Handwerkskammer Südwestfalen, der Industrie- und Handelskammer Siegen, der Zimmerer-Innung Hagen sowie der Straßenbauer-Innung Südwestfalen begrüßte Zimmerer-Obermeister Matthias Dickel alle Gäste des Abends. Ihm folgte Nicole Reschke, Bürgermeisterin der Stadt Freudenberg, die als Vertreterin der Region ihre Wertschätzung ausdrückte. Sie würdigte das Engagement der Prüflinge und hob die Bedeutung für die Fachkräfte der lokalen Wirtschaft hervor.
Gemeinsame Azubi-Aktion auf der Bühne
Unter dem Motto "Ein gutes Fundament" leitete AWZ Bau-Ausbilder Robert Kaiser eine interaktive Azubi-Aktion. Die Auszubildenden des 1. Ausbildungsjahres demonstrierten auf anschauliche Art und Weise, dass das Fundament am Bau genauso wie im Berufsleben eine stabile Basis und somit der Schlüssel zum Erfolg ist.
Starke Worte für ein starkes Handwerk
Die Festrede hielt Dr. Bernhard Baumann, Hauptgeschäftsführer der BAUVERBÄNDE.NRW und ehemaliger Bürgermeister von Neunkirchen. Für ihn war der Abend eine Heimkehr – und ein Beweis dafür, wie tief das Handwerk in der Region verwurzelt ist. „Hinter jedem Bauprojekt stehen Menschen wie Sie, die tagtäglich unsere Städte und Gemeinden gestalten“, sagte Baumann. Ein besonderer Dank gelte auch den Familien, die als Fundament junger Menschen deren Entwicklung maßgeblich mittragen.
Abschließend rundete Judith Hamers, kaufmännische Geschäftsführerin des AWZ Bau das Programm mit einem Impuls zum Thema „Dein Fundament“ ab und interviewte dabei einige Gäste aus dem Publikum.
Höhepunkt des Abends
Insgesamt 91 junge Facharbeiter und Gesellen konnten an diesem Abend stolz ihre Facharbeiter- und Gesellenbriefe entgegennehmen. Unter Ihnen befanden sich auch 13 dual Studierende, die somit nicht nur eine fundierte handwerkliche Ausbildung, sondern parallel auch ein Studium an der Universität Siegen absolvieren. Ebenfalls erhielten 20 Meisterinnen und Meister des Straßenbauhandwerks ihre Prüfungszeugnisse, durch die Mitglieder der Prüfungsausschüsse überreicht.
Auszeichnung für besondere Leistungen
Besonders herausragende Leistungen wurden ebenfalls gewürdigt: Neun junge Fachkräfte erhielten die Auszeichnung „Prüfungsbeste/r“. Voraussetzung dafür ist mindestens die Note „sehr gut“ in einem Prüfungsteil und „gut“ in dem weiteren. Die diesjährigen Prüfungsbesten sind:
- Maurice Sapp, Lennestadt (Maurer)
Ausbildungsbetrieb: Projektbau Hanses und Schade GmbH, Lennestadt - Lena Kringe, Siegen (Beton- und Stahlbetonbauerin)
Ausbildungsbetrieb: OTTO QUAST GmbH & Co. KG Bauunternehmung, Siegen - Marc Schmidt, Netphen (Beton- und Stahlbetonbauer)
Ausbildungsbetrieb: Runkel Fertigteilbau GmbH, Wilnsdorf - Felix Berger, Meinerzhagen (Zimmerer)
Ausbildungsbetrieb: Reiner Luke Zimmerei, Attendorn - Chris Kühnberger, Finnentrop (Zimmerer)
Ausbildungsbetrieb: Eckhard Ross Zimmerei, Neuenrade - Paulina Saelzer, Witten (Zimmerin)
Ausbildungsbetrieb: August Plohmann GmbH & Co. KG, Hagen - Frederik Epe, Olpe (Straßenbauer)
Ausbildungsbetrieb: Gebr. Schmidt AG Bauunternehmen, Kirchen - Nils Benedikt Hayn, Netphen (Straßenbauer)
Ausbildungsbetrieb: OTTO QUAST GmbH & Co. KG Bauunternehmung, Siegen - Marlon Wickel, Dreisbach (Straßenbauer)
Ausbildungsbetrieb: G. Koch GmbH & Co. KG, Westerburg
Ein Abend, der Mut macht
Die Freisprechungsfeier in der Weißtalhalle war mehr als nur ein offizieller Abschluss: Sie war eine Hommage an das Handwerk und die Menschen, die es mit Leben füllen. Mit Stolz, Emotionen und viel Applaus ging ein Abend zu Ende, der eines deutlich machte: Die Zukunft des Bauhandwerks ist in
guten Händen.
Die überbetrieblichen Ausbildungslehrgänge des AWZ Bau werden mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages -, das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union durchgeführt.

Neun junge Fachkräfte erhielten die Auszeichnung „Prüfungsbeste/r“.
(v.l.n.r. Georg Sangermann, Prüfer Michael Hofmann, Wilhelm Voßhagen, Heike zur Nieden, Nathalie Treude, Marko Frank, Marko Vilic, Simon Hellmann, Harald Görnig, Steffi, Dennis Klein, Rainer Sommer, Kathrin Maiworm)
Unter den aufmerksamen Blicken vieler Besucher des Kreuztaler Wochenmarktes, fand kürzlich die Brotprüfung der Bäcker-Innung Westfalen-Süd auf dem Roten Platz in Kreuztal statt. Als Prüfer nahm Michael Hofmann 98 Brote genau unter die Lupe, bzw. in die Finger. Bei der Brotprüfung achtete der Qualitätsprüfer des Deutschen Bäckerhandwerks sowie staatlich geprüfter Brotsommelier auf folgende Testkriterien: Form und Aussehen, Lockerung, Geruch und Geschmack, Struktur und Elastizität sowie Kruste und Krume. „Bei der Prüfung der Brote arbeite ich mich immer von außen nach innen vor“, erklärte der 62-jährige Darmstädter. Die Brotprüfung sichert hervorragende Qualität im Bäckerhandwerk. Den Kunden hervorragende Qualität zu bieten, ist den Mitgliedsbetrieben der Bäcker-Innung Westfalen-Süd überaus wichtig. Deshalb lassen die heimischen Innungsbäcker jedes Jahr ausgewählte Brotsorten von einem unabhängigen Brotprüfer bewerten.
Die verschiedenen Brote lagen allesamt auf einem großen Tisch. Sie waren nur mit einer Nummer und der Brotsorte versehen. Somit wusste der Prüfer Michael Hofmann nicht, von welcher Bäckerei das Brot stammt, dass er mit allen Sinnen genauer unter die Lupe nahm. Ein Vergrößerungsglas hatte er dabei nicht wirklich im Gebrauch, dafür aber seine Hände, Augen und den Geschmack. Zuerst schaute er sich die Form und das Aussehen an. Dabei spielten die Oberflächen- und Krusteneigenschaften eine gewisse Rolle bei der Beurteilung. Auch die Struktur und die Elastizität wurden durch einen Drucktest bewertet. Unter dem Punkt Lockerung und Krumenbild schnitt der Prüfer die Brote auf, um sich ein Bild vom Inneren zu machen. Bisher hatte er nur gedrückt, geschaut und dran gerochen. Er brach sich ein kleines Stück aus der Mitte heraus und ließ es sich auf einer geübten Zunge schmecken. Die Bewertung des zu prüfenden Produktes erfolgt rein nach sensorischen Gesichtspunkten. Eine speziell entwickelte Software unterstützte den Prüfer bei der Arbeit. Sie zeigt mögliche Ursachen von Qualitätsmängeln an, die dann in einem kleinen Gutachten mit Tipps zur Verbesserung an die Bäckerinnen und Bäcker weitergegeben werden. So können die Betriebe direkt handeln und dementsprechend nachbessern oder gleichbleibend sehr gute Arbeit konstant beibehalten. „Wenn man täglich seine individuellen Brotsorten backt, fallen einem im Alltagsgeschehen kleine Veränderungen womöglich gar nicht auf. Man ist manchmal betriebsblind. Deshalb ist der unabhängige Blick von außen für uns sehr wichtig, um unseren Kunden immer sehr gute Qualität bieten zu können“, erläutert Georg Sangermann, Obermeister der Bäcker-Innung Westfalen-Süd.
Handwerksbäckerei: Qualität, die man schmeckt
„Durch die Qualität, den besonderen Geschmack und unsere einzigartigen Rezepte heben wir uns schließlich von der industriellen Herstellung ab. Bei uns kommt es auf das handwerkliche Können an. Außerdem sind unsere Backwaren durch längere Teigruhezeiten oftmals auch besser verträglich“, so Georg Sangermann weiter.
Kundinnen und Kunden dürfen probieren und Brote kostenlos mitnehmen
98 Brote wurden in diesem Jahr von 13 Innungsbäckereien aus dem Kreis Olpe und dem Kreis Siegen-Wittgenstein vorgelegt. Die Kunden auf dem Wochenmarkt nahmen die Brotprüfung mit Interesse wahr und kamen mit dem Obermeister sowie den Vorstandmitgliedern der Bäcker-Innung Westfalen-Süd, Steffen Maiworm (Bäckerei Maiworm, Drolshagen), Wilhelm Voßhagen (Bäckerei Voßhagen, Drolshagen), Simon Hellmann (Bäckerei Hellmann, Wilnsdorf-Rudersdorf), Marco Frank (Bäckerei Schwan, Bad Berleburg), Dennis Klein (Bäckerei Klein, Siegen-Wittgenstein) sowie Harald Görnig, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd ins Gespräch. Doch nicht nur durch Worte kamen die Marktbesucher auf den Geschmack auf frisches, handwerklich hergestelltes Qualitätsbrot. Die Kunden durften vor Ort verschiedene Brotsorten probieren und die angeschnittenen Brote kostenlos mit nach Hause nehmen.
Von der guten Qualität machte sich auch die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Kreuztal, Heike zur Nieden, ein Bild. Sie informierte sich über die Brotprüfung und durfte ebenfalls ein paar Brote probieren und zog am Ende ein persönliches positives Fazit. „Ich hätte gar nicht gedacht, dass wir so viele unterschiedliche Brotsorten auch bei uns haben. So einen Termin in der Öffentlichkeit zeigt noch einmal die gute handwerkliche Arbeit und Qualität der Bäckereibetriebe“, so Heike zur Nieden.
Kundschaft schätzt gute Qualität
Deutsche Verbraucher schätzen besonders die Vielfältigkeit handwerklich gefertigter Brote. Vom handwerklichen Bäckerfachgeschäft wird neben einem vielfältigen Angebot auch besonders hohe Qualität erwartet. Rund 60 % der Backwaren beziehen die Verbraucher aus den über 47000 Bäckerfachgeschäften in Deutschland. Ein schöner Beweis des Vertrauens der Verbraucher. Um die gute Qualität zu halten und auszubauen, hat der Zentralverbrand des Deutschen Bäckerhandwerks schon vor mehr als 60 Jahren den Qualitätsprüf- und Beratungsdienst – das heutige Brotinstitut e.V. als freiwillige Selbstkontrolle ins Leben gerufen.

Prüfer Hofmann prüft Brot

Brot wird geschnitten – Prüfer Hofmann während der Prüfung

Simon Hellmann und Nathalie Treude

Marktstand – Brotprüfer Hofmann, Bäcker Voßhagen, Heike zur Nieden, Katrin Maiworm
Text und Foto(s): Kai Osthoff
- Weiterbildung im AWZ Bau: „Wer kann, der kann“ – 45 Absolventen erhalten Prüfungszeugnisse
- Freisprechungsfeier SHK-Innungen Siegen-Wittgenstein und Olpe
- Freisprechungsfeier der Innung für Elektrotechnik Olpe und der Elektro-Innung Siegen
- Workshop der SHK-Innung Olpe zum Thema Hydraulik in Heizungsanlagen