Kreuztal. Das neue Ausbildungsjahr 2024 hat begonnen und das Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau gGmbH) in Kreuztal konnte kürzlich 126 junge Menschen begrüßen, die allesamt eine Ausbildung im Bauhandwerk absolvieren und zur überbetrieblichen Ausbildung nach Kreuztal-Fellinghausen kommen.
Trotz des aktuellen Konjunktureinbruchs in der Baubranche, ist eine Ausbildung im Bauhandwerk weiterhin attraktiv. So entschieden sich in diesem Jahr insgesamt 116 junge Männer und 10 junge Frauen für genau diesen Weg in ihre berufliche Zukunft: 15 Betonbauer, 1 Fliesenleger, 12 Maurer – darunter 1 Maurerin, 42 Straßenbauer – darunter 1 Straßenbauerin, 1 Stuckateur, 22 Zimmerer – darunter 1 Zimmererin sowie 18 Straßenwärter – darunter 2 Straßenwärterinnen vom Landesbetrieb Straßenbau NRW und der Autobahn GmbH. Erstmals finden sich auch internationale Auszubildende darunter, die gezielt nach Deutschland gekommen sind, um hier eine Berufsausbildung zu absolvieren.
Bereits im Juni starteten darüber hinaus 5 Duale Studentinnen und 10 Duale Studenten ihren achtwöchigen Grundlehrgang im Rahmen ihres Dualen Studienganges Bauingenieurwesen. Im Rahmen dessen absolvieren 6 junge Menschen eine Ausbildung im gewerblichen Bereich und 9 eine Ausbildung als Bauzeichner*in.
Wie in den Vorjahren entschieden sich auch 2024 viele junge Menschen für eine Ausbildung im regionalen Straßenbauerhandwerk. Die Nachfrage nach Bauleistungen im Straßenbau ist weiterhin hoch. Nach Einschätzung von Heiko Schmid, technischer Geschäftsführer des AWZ Bau, wird sich dieser Trend auch in den nächsten Jahren fortsetzen, denn bundesweit seien immer noch zahlreiche Straßen, Brücken und Autobahnen sanierungsbedürftig. Auch im Zimmererhandwerk sind die Ausbildungszahlen stabil.
Gleichzeitig berichten die heimischen Unternehmen aus dem Bauhandwerk, dass insgesamt weniger Bewerbungen als in den Vorjahren eingegangen seien. „Die Anmeldungen sind sehr zurückhaltend. Im Mai hatten wir im Vergleich zum Vorjahr nur etwa die Hälfte an Anmeldungen. Die Jugendlichen entscheiden sich also wesentlich kurzfristiger als in den vergangenen Jahren“, bestätigt auch Judith Hamers, kaufmännische Geschäftsführerin des AWZ Bau. Die Unternehmen weisen darauf hin, dass aktuell noch Bewerbungsgespräche geführt werden und Einstellungen ebenfalls noch möglich sind.
Text und Foto(s): Rebecca Dalhoff/AWZ Bau
Olpe. Obermeister Robert Pal von der Kfz-Innung Westfalen-Süd und Geschäftsführer Matthias Rink von der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd gratulierten kürzlich in Olpe dem Ehrenobermeister der Innung, Tonis Löhr, zum 80. Geburtstag.
Das Olper Urgestein Tonis Löhr war Gründer und Inhaber des Autohauses Löhr in der Olper Raiffeisenstraße, das mittlerweile von seinem Sohn Dirk geleitetet wird. Tonis Löhr ist mit dem Handwerk und insbesondere dem Kfz-Gewerbe in Olpe und Siegen-Wittgenstein seit langem eng verbunden. Er war jahrzehntelang ehrenamtlich in vielen Gremien und Ämtern des regionalen Handwerks engagiert. Vor der Fusion der beiden Kfz-Innungen im Jahr 2005 war Tonis Löhr Obermeister der Kfz-Innung Olpe, danach stellvertretender Obermeister der neuen Innung Westfalen-Süd. Darüber hinaus fungierte er viele Jahre als stellvertretender Kreishandwerksmeister und Delegierter im Kfz-Landesverband NRW. Nach seinem Ausscheiden aus dem Innungsvorstand wurde er zum Ehrenobermeister der Innung gewählt. Obermeister Robert Pal würdigte sein Engagement und dankte ihm für seinen Einsatz. Tonis Löhr habe mit einem Gestaltungswillen und seiner Beharrlichkeit die Interessen des Kfz-Gewerbes in der Region vorbildlich vertreten.
Besonders am Herzen lag ihm immer das Haus des Handwerks an der Olper Martinstraße, für dessen Erhalt und Modernisierung er sich in seinen Ämtern konsequent und mit Nachdruck eingesetzt hat. Dieses Gebäude als Dependance des Olper Handwerks in der Kreisstadt zu erhalten, war ihm immer ein wichtiges Anliegen. Dafür dankte ihm Matthias Rink, der die Geschäftsstelle seit 2011 leitet, ganz besonders. Dieses Filetstück in der Olper Innenstadt habe schon so manches Mal Begehrlichkeiten verschiedener Interessenten geweckt. Dass es als Vertretung des heimischen Handwerks erhalten belieben konnte, sei Tonis Löhr und weiteren Mitstreitern zu verdanken.
Der Jubilar, der sich bester Gesundheit erfreut, dankte für die Glückwünsche und versprach, auch weiterhin, so lange es seine Gesundheit es zulasse, die Innung aktiv zu unterstützen.
Text und Foto(s): KH
Siegen-Wittgenstein/Olpe. Jedes Jahr ist die große Abschlussfeier des Aus- und Weiterbildungszentrums (AWZ) Bau etwas Besonderes und wird mit viel Herzblut organisiert. In diesem Jahr wurden insgesamt 2 Facharbeiter, 86 frischgebackene Gesellinnen und Gesellen sowie 24 Meisterinnen und Meister in die Weißtalhalle in Kaan-Marienborn eingeladen, um den Erfolg gebührend zu feiern. Erstmalig führte Gaby Rosenkranz als Moderatorin durch das Programm, das mehrere Highlights zu bieten hatte.
Die Veranstaltung startete mit einer Fotoshow, die Impressionen vom Tag der praktischen Prüfung zeigte. Dazu gab es allerhand Zitate rund um das Bauhandwerk, die für so manchen Lacher sorgten. Anschließend begrüßte Matthias Dickel, Obermeister der Zimmerer-Innung Westfalen-Süd, die jungen Fachkräfte, ihre Familien, die Vertretenden der Ausbildungsbetriebe sowie die Ehrengäste in der festlich geschmückten Halle. Doch nicht nur für die jungen Fachkräfte war dies ein besonderer Tag, sondern auch für den Obermeister selbst. Denn: Es war sein Geburtstag. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, bei der Abschlussfeier dabei zu sein. Als Dankeschön für diesen Einsatz und verbunden mit guten Geburtstagswünschen überreichte deshalb Judith Hamers, kaufmännische Geschäftsführerin des AWZ Bau, ein kleines Präsent, das Matthias Dickel sichtlich zum Strahlen brachte. Das Publikum stimmte daraufhin prompt ein Geburtstagslied an. Judith Hamers ging anschließend in ihrem Eingangsimpuls auf die Bedeutung von „Freisprechung“ ein und welche Gefühle ein solcher Neuanfang nach der Ausbildungszeit wohl mit sich bringen würde.
„Die handwerkliche Ausbildung ist so wichtig wie nie“
Organisiert wird die große Abschlussfeier jedes Jahr im Auftrag der Bauinnung sowie der Zimmerer-Innung Westfalen-Süd, der Handwerkskammer Südwestfalen sowie der Industrie- und Handelskammer Siegen. Ebenso beteiligt sind die Zimmerer-Innung Hagen und die Straßenbauer-Innung Südwestfalen. Zu den Gästen gehörte an diesem Abend auch Dirk Terlinden, Bürgermeister der Stadt Bad Laasphe. Er nutzte die Gelegenheit und gratulierte den jungen Fachkräften im Namen aller Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Region in seinem Grußwort. Dabei betonte er: „Die handwerkliche Ausbildung ist so wichtig wie nie. Sie werden alle dringend benötigt, um öffentliche wie private Aufträge mit hoher Qualität auszuführen.“ Er berichtet ebenso von seinem Besuch im AWZ Bau, als er in Anbetracht der Prüfungsbauwerke spüren konnte, dass Schweiß und Spannung noch in der Luft lagen. „Beeindruckend zu sehen, mit welcher Präzision und Leidenschaft Einige zu Werke gegangen sind – und das trotz Prüfungsstress. Wunderbar, wenn man etwas gestalten und schaffen kann und am Ende des Tages auch noch mit einem Facharbeiter-, Gesellen- oder Meisterbrief belohnt wird.“
„Sie werden beneidet für das, was Sie schon geschafft haben“
Die Festrede des Abends hielt Dr. Thilo Pahl. Er ist seit dem 1. Juli 2024 der neue Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Siegen. Er gratulierte den Gesellinnen und Gesellen sowie Facharbeitern mit den Worten: „Sie können stolz sein, die erste Hürde Ihres beruflichen Werdegangs so erfolgreich gemeistert zu haben. Sie haben einen Beruf erlernt, der sichtbare Ergebnisse bringt, der Menschen glücklich macht und das Leben der Menschen verbessert. Ab heute sind Sie auch Vorbild – für die jungen Menschen, die Ihnen nachfolgen werden. Sie werden beneidet für das, was Sie schon geschafft haben.“ Anschließend wandte er sich an die Meisterinnen und Meister: „Was gibt es eigentlich für ein schöneres Wort für einen Experten als den auch im Sport stets angestrebten Meister-titel? Sie sind absolut fachlich spitze! Sie sind Meister, Sie sind hochmotiviert und nun haben Sie es selbst in der Hand. Machen Sie das Beste daraus!“
„Bauwerke sind nie fertig“
Motivation sei in der heutigen Zeit nicht leicht. „Die Anforderungen an einen selbst steigen, es gibt Krisen und sogar Kriege und dass man sich selbst stets weiterentwickelt – da führt kein Weg dran vorbei. Sie vollenden heute ein Bauwerk, das nicht nur aus Asphalt, Beton oder Ziegeln besteht, sondern aus harter Arbeit, hoher Motivation und sehr viel Leidenschaft. Bauwerke sind jedoch nie fertig. Es kommt immer die Zeit, wo Umbauten oder Sanierungen erforderlich sind, um das Bauwerk an sich ändernde Bedingungen anzupassen. Und genau so sollten auch Sie am Ball bleiben und sich fortbilden, auch wenn Sie heute sehr stolz auf das bisher Erreichte sein können“, so Dr. Thilo Pahl. Außerdem bedankte sich der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer bei den Betrieben, die ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung durch die Bereitstellung eines Ausbildungsplatzes gerecht geworden seien.
Musik und Comedy sorgen für Unterhaltung
Neben einem Interview mit dem Obermeister der Zimmerer-Innung Hagen Klaus Plohmann, AWZ Bau-Ausbilder Klaus Achenbach und dem dualen Studenten im Straßenbauerhandwerk Samuel Frenker-Hackford sorgte eine besondere musikalische Programmeinlage von fünf Auszubildenden des ersten Lehrjahres aus dem Maurer-, Zimmerer-, Straßenbauer-, Beton- und Stahlbetonbauer- sowie aus dem Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk mit AWZ Bau-Ausbilder Manuel Brüssler für gute Unterhaltung. Zu den Klängen von „We will rock you“ und einem weiteren Lied trommelten sie mit bautypischen Werkzeugen, die sie aus ihrem jeweiligen Ausbildungsberuf mitgebracht hatten. Anschließend betrat Comedian und Poetry Slammer Tobias Beitzel die Bühne und sorgte mit seinem aktuellen Programm „Katy Perry macht Urlaub auf Amrum“ für so manchen Lacher im Publikum.
Fünf Prüfungsbeste
Die feierliche Übergabe der langersehnten Prüfungszeugnisse, Facharbeiter-, Gesellen- und Meisterbriefe moderierte Heiko Schmid, technischer Geschäftsführer des AWZ Bau. Er gab einen kleinen Einblick in Zahlen, Daten und Fakten und gratulierte den erfolgreichen jungen Gesellinnen und Gesellen, den Facharbeitern sowie Meisterinnen und Meistern herzlich. Fünf junge Fachkräfte konnten in diesem Jahr als Prüfungsbeste ausgezeichnet werden: Jim Robin Hufnagel aus Lennestadt (KAF Falkenhahn Bau AG, Kreuztal), Alexander Dicke aus Freudenberg (Otto Quast GmbH & Co. KG Bauunternehmung, Siegen), Vico Abdel Ghani aus Neunkirchen (Brederlow Bau GmbH, Neunkirchen), Jonathan-Joshua Diedrichs aus Netphen (Büdenbender Hausbau GmbH, Netphen) und Jonah Zittlau aus Sprockhövel (OK-TEAM, Hattingen). Dafür muss entweder die praktische oder die schriftliche Prüfung mit „sehr gut“ und die weitere Prüfung mit mindestens „gut“ absolviert worden sein. Beim anschließenden gemeinsamen Essen und dem ein oder anderen Kaltgetränk konnte der Erfolg mit viel Freude gefeiert werden.

Die fünf Prüfungsbesten: Jim Robin Hufnagel aus Lennestadt (KAF Falkenhahn Bau AG, Kreuztal), Alexander Dicke aus Freudenberg (Otto Quast GmbH & Co. KG Bauunternehmung, Siegen), Vico Abdel Ghani aus Neunkirchen (Brederlow Bau GmbH, Neunkirchen), Jonathan-Joshua Diedrichs aus Netphen (Büdenbender Hausbau GmbH, Netphen) und Jonah Zittlau aus Sprockhövel (OK-TEAM, Hattingen).
Text und Foto(s): Rebecca Dalhoff
21 Gesellinnen und Gesellen des Tischlerhandwerks haben kürzlich ihre Gesellenbriefe im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Haus der Siegerländer Wirtschaft überreicht bekommen. Damit endete für die ehemaligen Auszubildenden eine spannende und teils auch anstrengende Zeit. Bei den Gesellenprüfungen Winter 2023/2024 haben ein Geselle und eine Gesellin ihre Prüfungen bestanden. In der Sommerprüfung 2024 waren es 19 junge Menschen, die nun vor einem weiteren Lebensabschnitt stehen.
„Beste Wahl getroffen“
„Vor Beginn Ihrer Ausbildung hatten Sie alle die Wahl zwischen verschiedenen Berufen. Vielleicht gab es auch eine engere Auswahl von verschiedenen Berufsrichtungen. Manche von Ihnen haben die Auswahl schon weit vorher getroffen und es galt dann noch den passenden Ausbildungsbetrieb zu finden, andere haben die Entscheidung der Berufswahl vielleicht auch davon abhängig gemacht, in welchem Bereich oder Betrieb noch offene Ausbildungsstellen zu finden waren. Wie auch immer: Alle die, die ihre Prüfung abgelegt haben, haben sich in ihrer Berufswahl für den Beruf des Tischlers entschieden, eine gute Entscheidung, wie ich meine“, erklärte Klaus Reuter als Obermeister der Tischler-Innung Westfalen-Süd. Nun stelle sich für viele die Frage, wie es jetzt weitergehen werde. In einem der vielen Tischlerbetriebe weiterzuarbeiten, auf die Walz zu gehen oder sich auf die Meisterprüfung vorzubereiten. Das liege an jedem selbst. Der Obermeister machte in seinen Worten allen Mut, immer weiter zu lernen. „Denn eines ist ganz sicher: mit bestandener, abgelegter Gesellenprüfung ist die Zeit des Lernens nicht gänzlich vorbei. Wenn wir unseren Beruf nicht in absehbarer Zeit nur noch aus dem Heimatmuseum kennen wollen, werden wir uns alle, ob Gesellin/Geselle, Meisterin/Meister oder Betriebsinhaberin/Betriebsinhaber in den Prozess des lebenslangen Lernens begeben müssen und uns immer wieder mit der Zukunftsfähigkeit unserer eigenen und der unseres Berufs auseinandersetzen“, so Klaus Reuter.
Lob auch vom stellvertretenden Kreishandwerksmeister
„Sie, liebe junge Kollegen, haben im Sommer diesen Jahres die Gesellenprüfung zum Tischler bestanden. Ich möchte es nicht versäumen, mich als stellvertretender Kreishandwerksmeister bei Ihren Lehrern, Meistern und Ausbildern zu bedanken, die sich, und so ist es Tradition im Handwerk, seit langer Zeit mit der Ausbildung von jungen Menschen beschäftigen. Denn durch die Lehrer, Ausbilder und Meister, die bereit waren, für Ihre Ausbildung Zeit und Geld zu investieren, ist es gelungen, Sie zu begehrten Fachleuten auszubilden“, so Karl-Friedrich Bublitz als stellvertretender Kreishandwerksmeister. „Unsere Gesellschaft braucht junge Menschen, wie Sie, die nicht nur diskutieren, sondern auch Lust haben, gute Leistungen zu erbringen und damit Verantwortung auch für sich und andere zu übernehmen. Versuchen Sie immer, eine gute Leistung für Ihren Kunden zu bieten, denn nur dann wird er bereit sein, Sie auch in Zukunft zu bestellen und Ihnen auch in Zukunft sein Eigentum und damit einen Teil seines Vermögens, anzuvertrauen“, so Bublitz. Am Ende seiner Worte gab er den Gesellinnen und Gesellen auch noch einmal mit auf den Weg, sich stetig weiter fortzubilden.
Folgende Auszubildende haben die Wintergesellenprüfungen 2023/2024 bestanden:
Celine Forneberg (Ridder GmbH, Wenden) und Julien Luka Graf (Jens Heiko Busch, Siegen)
Ihre Sommergesellenprüfung haben bestanden:
Leonie Berels (Marcus Lütteke, Attendorn), Maxim Brack (Peter Lingemann, Lennestadt), Tom Brunke (Bernd und Ralf Grafe, Hilchenbach), Alicia Marie Eich (Andrick-Busch KG, Siegen), Tom Michel Elter (Lothar Zimmermann (Wilnsdorf), Damiano Guastella (Joachim Schröder, Attendorn), Mia Hoffmann (Tillmann Heiko Irle, Freudenberg), Leo Nicolas Jud, Stefan Greis, Burbach), Julius Kaufmann (Tischlerei Kraume, Kirchhundem), Nick Klappert (Meike Giebeler, Siegen), Nico Kühn (Günter Klaas Fensterbau GmbH, Siegen), Jonas Nöh (Lukas Kerkhoff, Schmallenberg), Jonas Nöll (Holly Objektbau, Siegen), Tim Pargen (Schreinerei Hoffmann GmbH, Netphen), Axel Rapp (Bensberg GmbH, Hilchenbach), Niklas Reifenrath (Möbel Bohn GmbH, Hilchenbach), Hannah Rink (Klaus Reuter, Kreuztal), Max Schulte (Attendorner Fensterbau GmbH, Attendorn), Phil Luis Templin (Möbel Leber GmbH & Co. KG, Kreuztal)
Die Prüfungsbesten waren:
Leonie Berels (Marcus Lütteke, Attendorn), Phil Luis Templin (Möbel Leber GmbH & Co. KG, Kreuztal) und Hannah Rink (Klaus Reuter, Kreuztal).
Dann wurden noch die Preisträger des Innungswettbewerbes „Die Gute Form 2024“ ausgezeichnet:
Julius Kaufmann, der ein TV-Sideboard (Eiche mit Linoleum) angefertigt hat, schaffte es auf den ersten Platz. Platz 2 ging an Axel Rapp, der eine Haustür aus Eiche angefertigt hatte. Über den 3. Platz freute sich Leonie Berels, die ein Büchersideboard (MDF schwarz mit Eiche furniert) als Gesellenstück angefertigt hatte.
Text und Foto(s): Kai Osthoff
„Die Basis habt ihr mit eurer Ausbildung jetzt schonmal in der Tasche. Überlegt, wie es weitergehen soll. Wollt ihr als Verkäuferin jeden Morgen um 7 Uhr im Laden stehen und schon um 5 aufstehen? Ich weiß selbst wie sich das anfühlt“, erklärte Mert Alphan Akbulut kürzlich in seinen Worten auf der Freisprechungsfeier der Gesellen- und Abschlussprüfungen Winter 2023/2024 und Sommer 2024 im Bäckerhandwerk. Der 23-Jährige ist Bäckermeister und hat nach seiner Ausbildung auch gleich noch den Konditormeister drangehängt. Nun ist er Abteilungsleiter einer eigenen Bäckerei. 2020 hat der in Hagen wohnende Mert Alphan Akbulut seine Ausbildung begonnen und auf zweieinhalb Jahr verkürzt. Er war bei der Freisprechungsfeier als Redner eingeladen worden, um den frisch gebackenen Gesellen auf Augenhöhe eine Message mit auf den Weg zu geben. „Ich spreche euch sowie den Ausbildern und Chefs Dank und Anerkennung aus. Ihr habt eure Ausbildung gut hinter euch gebracht und eine solide Basis für euer weiteres berufliches Leben geschaffen. Macht, was euch glücklich macht. Tut bitte irgendwas im Bereich des Bäckerhandwerks, tut es mit dem nötigen Herzblut. Wir sind die, die das Ruder rumreißen können“, so der Gastredner. Damit sprach er den Fachkräftemangel im Handwerk an, während er am Rednerpult vor den frischen Gesellen und deren Familien und Freunden in der Bäckerfachschule in Olpe stand.
Glückwünsche vom Obermeister
„Mit ihrer Ausbildung haben Sie den entscheidenden Grundstein für Ihre Zukunft gelegt. Der Beruf des Bäckers oder der Bäckerin, bzw. der Fachverkäuferin und des Fachverkäufers ist so vielfältig. Auch ich wünsche Ihnen für die Jahre, die jetzt folgen werden, alles Gute. Bauen Sie auf dem Erlernten auf und nutzten Sie gerne auch die Angebote, die die Bäckerfachschule noch zu bieten hat“, erklärte Georg Sangermann als Obermeister der Bäcker-Innung Westfalen Süd.
Anerkennung von der Stadt Olpe
Diesen Worten konnte sich auch Klaus-Peter Langer als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Olpe nur anschließen. „Die Ausbildung, die Sie jetzt bestanden haben und die heutige Freisprechungsfeier ist aus gutem Grund der Höhepunkt Ihrer Ausbildungszeit.“
Lob auch vom Chef der Kreishandwerkerschaft
Auch Harald Görnig richtete als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd ein paar kurze Worte an die Gäste der Freisprechungsfeier. „Sie erleben heute Ihren großen Tag. Als dreifacher Familienvater weiß ich nur zu gut, wie wichtig es ist, wenn die eigenen Kinder wissen, wo sie beruflich hinwollen. Von daher auch mein großes Lob an all diejenigen, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben“, so Görnig.
Das Schlusswort sprach Christian Bertelsbeck als Schulleiter der Olper Bäckerfachschule. „Auch ich gratuliere euch natürlich sehr für die guten Ergebnisse bei den Abschlussprüfungen. Das Thema Weiterbildung ist ja bereits angesprochen worden heute. Ich kann euch nur empfehlen: Macht nicht nur eine Weiterbildung, um einfach nur eine absolviert zu haben. Überlegt, woran habt ihr Spaß. Überlegt euch, wo ihr hinwollt. Setzt euch Ziele und arbeitet daran, diese zu verwirklichen“.
Folgende Personen haben ihre Prüfungen erfolgreich bestanden:
Bei den Bäcker/innen Wintergesellenprüfung 2023/2024 waren es:
Sophia Kersting (Christian Stanlein Bäcker- und Konditormeisterin, Rheda-Wiedenbrück), Alicia Seaphina Lube (Fein-Bäckerei Brante, Bad Oeynhausen).
Fachverkäufer/innen Winterabschlussprüfungen 2023/2024:
Julia Tabitha Paschmann (Bäckerei Rothe GmbH, Haiger), Selina Brück (Bäckerei Eckhardt GmbH & Co. KG, Bad Laasphe)
Bäcker/innen Sommergesellenprüfung 2024:
David Buss (Axel Glasenapp, Gütersloh), Florian Demske (Frischebäcker Marcus Wulfhorst e.K., Bielefeld), Nico Denke (Lechtermann-Pollmeier GmbH, Bielefeld), Cedric Dolassek (Schenke Delikatessen GmbH & Co. KG, Gütersloh), Jacqueline Handeik (Ludger Terholsen, Oelde), Vivian Jasper (Georg Sangermann, Olpe), Eric Linnenweber (Großbäckerei Schneider GmbH, Netphen), Angelika Röhrich (Großbäckerei Schneider, GmbH, Netphen), Luis Schimann (Georg Sangermann, Olpe), Celine Schöllmann (Bäckerei Tröster GmbH & Co. KG, Lennestadt), Maja Schröder (Bäckerei Steffen Maiworm, Drolshagen), Methmet Resat Tonga (Hubert Thiesbrummel GmbH & Co. KG, Gütersloh)
Fachverkäufer/innen Sommerabschlussprüfung 2024:
Zoe Rayne Caraballo Ramirez (Bäckerei Tröster GmbH & Co. KG, Lennestadt), Anna Sophia Huste, (Bäckerei Hesse KG, Wenden), Anna-Sophie Krämer (Bäckerei Hesse, Siegen), Iman Omer (Bäckerei Hesse KG, Hilchenbach), Cathleen Prygoda (Großbäckerei Schneider GmbH, Kreuztal), Anastasia Selimanjin (Bäckerei Tröster GmbH & Co. KG, Lennestadt), Anthea Verena Thiede (Großbäckerei Schneider GmbH, Siegen), Maro Thomalla (Bäckerei Hesse KG, Netphen), Marie-Sophia Womelsdorf (Bäckerei Eckhardt GmbH & Co. KG, Bad Laasphe), Celine-Christin Zimmermann (Bäckerei Hesse KG, Hilchenbach).
Die Prüfungsbesten waren bei den Bäcker/innen:
Cedric Dolassek (Schenke Delikatessen GmbH & Co. KG, Gütersloh), Sophia Kersting (Christian Stanlein Bäcker- und, Konditormeisterin, Rheda-Wiedenbrück).
Die Prüfungsbesten waren bei den Fachverkäufer/innen:
Julia Tabitha Paschmann (Bäckerei Rothe GmbH, Haiger), Anthea Verena Thiede (Großbäckerei Schneider GmbH, Siegen), Maro Thomalla (Bäckerei Hesse KG, Netphen).

Georg Sangermann begrüßte als Obermeister der Bäcker-Innung Westfalen-Süd die Gäste im Rahmen der Freisprechungsfeier in der Olper Bäckerfachschule.

Klaus-Peter Langer sprach als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Olpe den frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen seine Anerkennung und ein großes Lob aus.

Harald Görnig lobte die bestandenen Prüflinge für ihre guten Ergebnisse und den gelungenen Abschluss der Berufsausbildung.

Christian Bertelsbeck hatte als letzter Redner die Aufgabe, dass Schlusswort zu sprechen. Er lobte die gute Arbeit und gab den frischen Gesellen mit auf den Weg, sich Ziele zu setzen und diese zu verwirklichen.

Die Prüfungsbesten zusammen mit Harald Görnig (Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd) und Obermeister Georg Sangermann: Antea Verena Thiede, Maro Thomalla, Sophie Kersting (v.l.
Text und Foto(s): Kai Osthoff