Die Auszubildenden im Tischlerhandwerk beweisen mit ihren Gesellenstücken jedes Jahr aufs Neue eindrucksvoll die Vielfalt und die Kreativität des Gewerks. Der Wettbewerb und die Ausstellungen rund um „Die Gute Form“ sind eine perfekte Gelegenheit, diese Vielfalt einem breiten Publikum zu präsentieren.
Das gilt auch für die Onlinegalerien zur „Guten Form“.
Hier können Sie sich unter folgendem Link: https://tischler.nrw/ausbildung/die-gute-form/dgf-innungen-2026/westfalen-sued nochmals alle Stücke ansehen, inklusive spannender Detailaufnahmen.
Ob modernes Design, traditionelle Handwerkskunst oder innovative Konstruktionen – die Arbeiten zeigen das hohe fachliche Niveau und die individuelle Gestaltungsfähigkeit des Berufsnachwuchses.
Pressemitteilung: Freisprechungsfeier der Tischler-Innung Westfalen-Süd
Datum: 16.07.2026
Ort: Haus der Siegerländer Wirtschaft, Siegen
„Sie haben in den vergangenen Jahren gelernt, mit einem Werkstoff zu arbeiten, der die Menschheit seit Jahrhunderten begleitet – und doch aktueller ist denn je: Holz. Ein Werkstoff, der lebt, der Charakter besitzt und der nie ganz gleich ist. Genau darin liegt die Besonderheit Ihres Handwerks“, sagte Robert Pal, als stellvertretender Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd kürzlich im Rahmen der Freisprechungsfeier.
Im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen wurden die Gesellinnen und Gesellen nach ihrer erfolgreich abgelegten Abschlussprüfung feierlich freigesprochen.
„Heute ist ein besonderer Tag. Ein Tag, auf den Sie lange hingearbeitet haben. Ein Tag, an dem Sie nicht nur ein Prüfungszeugnis erhalten, sondern an dem Sie offiziell in den Kreis der Gesellinnen und Gesellen aufgenommen werden. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Meilenstein“, so Pal.
„Ich freue mich sehr, euch heute hier zur Freisprechungsfeier der Tischler-Innung Westfalen-Süd begrüßen zu dürfen. Es gibt im Leben Momente, die man nicht vergisst. Momente, in denen man spürt: Jetzt beginnt etwas Neues. Liebe Junggesellinnen und Junggesellen, heute ist das für euch genau so ein Tag. Heute endet eure Ausbildungszeit – und gleichzeitig beginnt ein neuer Abschnitt eures beruflichen Lebens. Ich heiße Jenny Bensberg und als Obermeisterin der Tischler-Innung Westfalen-Süd erfüllt es mich mit großer Freude und auch mit Stolz, euch heute zur bestandenen Gesellenprüfung gratulieren zu dürfen“, so Jenny Bensberg. „Ihr habt etwas erreicht, dass euch niemand mehr nehmen kann. Ihr habt einen Beruf erlernt, der seit Jahrhunderten für Qualität, Kreativität, Präzision und Verlässlichkeit steht. Und ihr gehört nun zu einer Gemeinschaft die weit über den eigenen Betrieb hinausreicht – zur Gemeinschaft der Tischlerinnen und Tischler“, so die Obermeisterin. Besonders heute, in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, gewinne der Werkstoff Holz noch einmal ganz neue Bedeutung. „Während vielerorts über Klimaschutz gesprochen wird, leisten wir Tischlerinnen und Tischler jeden Tag einen ganz praktischen Beitrag dazu. Wir bauen langlebige Produkte, wir reparieren, statt wegzuwerfen, wir arbeiten mit einem nachwachsenden Rohstoff und wir schaffen Werte, die oft Generationen überdauern. Darauf dürfen wir mit Recht stolz sein“, fügte Jenny Bensberg hinzu.
Nach den Grußworten von Robert Pal und Jenny Bensberg, hielt Birgit Schapals als Architektin und Jury-Mitglied des Wettbewerbs „Die gute Form“ eine Laudatio. Dieser Preis ist für Betriebe, die der Innung angehören. „Ich bin Architektin, führe in Kreuztal ein Sachverständigenbüro und sitze in der Jury. Das heißt: Ich weiß, was man sieht. Und ich weiß auch, was man erst merkt, wenn man genauer hinschaut: Geduld, Maß und Verantwortung. Heute feiern wir den Moment, in dem aus Können öffentlich Vertrauen wird. Sie sind nun offiziell Gesellinnen und Gesellen. Es ist ein großer Schritt. Nicht nur beim Werkstück, sondern auch im eigenen Werdegang. Heute heißt es: ´Ich kann das und genauso, ich übernehme dafür auch den Kopf. Mit der Freisprechungsfeier beginnt das Leben, in dem nicht mehr alles vorgezeichnet ist. Man wird nicht nur ausgeführt – man entscheidet mit“, so Birgit Schapals in ihrer Rede.
Folgende Gesellinnen und Gesellen wurden freigesprochen:
Wintergesellenprüfung 2025/2026
Yannik Beckmann (Heinrich Rameil, Kirchhundem)
Jule Charlotte Grobbel (Innenausbau Biermann GmbH, Schmallenberg)
Moritz Torben Halking (Attendorner Fensterbau GmbH, Attendorn)
Tom Huckestein (Georg Burghaus KG, Drolshagen)
Sommergesellenprüfung 2026
Billy Bradbury (Marcus Lütteke, Attendorn)
Henrik Brüggemann (Georg Burghaus KG, Drolshagen)
Niklas Buch (Bensberg GmbH, Hilchenbach)
Berkay Mustafa Demirtas (Bensberg GmbH, Hilchenbach)
Samira Marie Diehl (Tischlerei Andrick-Busch KG, Siegen)
Jonas Doerr (Karl Zoll GmbH, Bad Berleburg)
Len Elias Frevel (Thomas Schmitt e. K., Wilnsdorf)
Max Ole Grenz (Jens Grüneberg, Kreuztal)
Nico Haas (Stefan Greis, Burbach)
Paul Hahn (Tischlerei Binder, Netphen)
Pascal Hofrichter (Margarete Jürgens, Attendorn)
Falko Ising (Thomas Schmitt e. K., Wilnsdorf)
Lukas Jungermann (Roland Meisterjahn, Kirchhundem)
Felix Kölsch (Lothar Zimmermann, Wilnsdorf)
Alex Hugo Manes Perez (Patrick Krohne und Markus Eckert, Lennestadt)
Justus Meiswinkel (Klein-Nöh GmbH, Netphen)
Amir Mohammadi (Tischlerei Andrick-Busch KG, Siegen)
Jonas Rump (Martin Scherließ, Kirchhundem)
Veronika Schlote (Möbel Leber GmbH & Co. KG, Kreuztal)
Elias Schmitz (Sebastian Wolf, Bad Berleburg)
Maximilian Alexander Veit (Marcus Grümbel, Mudersbach)
Lenja Voss (Stefan Immekus, Olpe)
Die Prüfungsbesten
1. Justus Meiswinkel (Klein-Nöh GmbH, Netphen)
2. Nico Haas (Stefan Greis, Burbach)
3. Veronika Schlote (Möbel Leber GmbH & Co. KG, Kreuztal)
PREISTRÄGER des Innungswettbewerbes „Die Gute Form“ 2026 wurden
Platz 1: Justus Meiswinkel
Schreibtisch „Oblicuo“ (Eiche)
(Klein-Nöh GmbH, Netphen)
Platz 2: Lenja Voss
Turm „Quercus Duo“ (Stäbchenplatte)
(Stefan Immekus, Olpe)
Platz 3: Nico Haas
Fernsehschränkchen (Kirschbaum- Nussbaum)
Stefan Greis, (Kirschbaum, Nussbaum) Burbach
BELOBIGUNG „Die Gute Form“ 2026
Niklas Buch
Wandhängender Sekretär (Eiche)
Bensberg GmbH, Hilchenbach
Text und Fotos: Kai Osthoff
Siegen-Wittgenstein/Olpe. Jedes Jahr ist die große Abschlussfeier des AWZ Bau (Aus- und Weiterbildungszentrum Bau) etwas Besonderes und wird mit viel Herzblut organisiert. In diesem Jahr wurden insgesamt fünf Facharbeiter, 83 frischgebackene Gesellinnen und Gesellen sowie 14 Straßenbauermeister in die Weißtalhalle in Kaan-Marienborn eingeladen, um den Erfolg gebührend zu feiern.
Organisiert wird die Abschlussfeier jedes Jahr im Auftrag der Bauinnung sowie der Zimmerer-Innung Westfalen-Süd, der Handwerkskammer Südwestfalen sowie der Industrie- und Handelskammer Siegen. Ebenso beteiligt sind die Zimmerer-Innung Hagen und die Straßenbauer-Innung Südwestfalen.
Die Veranstaltung begann mit einer emotionalen Fotoshow, die Impressionen vom Tag der praktischen Prüfung zeigte. Bilder von konzentrierten Arbeitsphasen, gelungenen Werkstücken und erleichterten Gesichtern nach der Prüfung ließen viele Erinnerungen an die vergangenen Ausbildungsjahre wieder aufleben. Ergänzt wurde die Präsentation durch humorvolle Zitate der Prüflinge, die für zahlreiche Lacher im Publikum sorgten und den Abend von Beginn an in lockerer Atmosphäre eröffneten.
Zuvor begrüßte Heiko Schmid, Geschäftsführer des AWZ Bau, die jungen Fachkräfte, ihre Familien, Vertreterinnen und Vertreter der Ausbildungsbetriebe sowie die Gäste, Dozenten und Mitglieder der Prüfungsausschüsse in der festlich geschmückten Weißtalhalle. In seiner Begrüßung würdigte er die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen und machte deutlich, dass hinter jedem erfolgreichen Abschluss nicht nur persönlicher Ehrgeiz, sondern auch die Unterstützung durch Ausbilder, Lehrkräfte, Betriebe und Familien stehe. Sein Dank galt daher allen, die die jungen Menschen während ihrer Ausbildung begleitet und gefördert haben.
Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete „Mut“ und den hat auch das AWZ Bau bei der Gestaltung der diesjährigen Feier bewiesen. Statt mehrerer Redebeiträge, gab es eine kurzweilige Gesprächsrunde mit Sabine Bechheim, Leiterin des Geschäftsbereiches Berufliche Bildung und Gründung der IHK Siegen, Michael Kolodzig, Bürgermeister der Stadt Kreuztal, Oberstudiendirektor Ralf Bruch, Schulleiter Berufskolleg Technik Siegen sowie Matthias Dickel, Obermeister der Zimmerer-Innung Westfalen Süd. Der Begriff „Mut“ wurde von den vier Gesprächsbeteiligten auf vielfältige Weise beleuchtet. Konsens war die Anerkennung der Leistungen der Facharbeiter, Gesellinnen und Gesellen und Meister und die Aufforderung, Botschafter für die Ausbildung in einem Handwerksberuf zu werden. Denn auch das wurde an diesem Abend wieder deutlich: Motivierte Fachkräfte werden überall händeringend benötigt!
Teamwork, Mut und gemeinsame Ziele
Für beste Unterhaltung sorgte die Programmeinlage von sechs Auszubildenden des ersten Lehrjahres aus dem Maurer-, Zimmerer-, Straßenbauer-, Beton- und Stahlbetonbauer- sowie dem Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk gemeinsam mit AWZ Bau-Ausbilder Frank Bäumer. Mit viel Engagement und einer gehörigen Portion Mut bauten die Auszubildenden auf der Bühne der Weißtalhalle ein Gerüst auf und zeigten in einem kleinen Theaterstück, wie wichtig Teamarbeit, gegenseitiges Vertrauen und klare Kommunikation auf einer Baustelle sind. Die gelungene Darbietung wurde vom Publikum mit großem Applaus belohnt und griff das Motto der Veranstaltung auf eindrucksvolle Weise auf. Im Anschluss forderte Moderatorin Judith Hamers die Anwesenden auf, nicht „Dienst nach Vorschrift“ zu machen, sondern selbstständig zu denken, Lösungen zu finden anstatt Probleme zu suchen und Hindernisse zu überwinden statt den Kopf in den Sand zu stecken.
Sechs Prüfungsbeste ausgezeichnet
Die feierliche Übergabe der Prüfungszeugnisse sowie der Facharbeiter-, Gesellen- und Meisterbriefe bildete den emotionalen Höhepunkt des Abends. Nach einem kurzen Überblick zu den diesjährigen Prüfungen überreichten die Ausbilder des AWZ Bau gemeinsam mit Mitgliedern der jeweiligen Prüfungsausschüsse die langersehnten Dokumente und gratulierten den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen persönlich.
Neben der Ehrung aller erfolgreicher Prüflinge wurden auch die sechs Prüfungsbesten besonders ausgezeichnet. Um die Auszeichnung Prüfungsbester zu erhalten, muss die praktische oder die schriftliche Prüfung mit „sehr gut“ und die weitere Prüfung mit mindestens „gut“ absolviert werden. Somit haben sie in ihrem jeweiligen Gewerken herausragende Leistungen erbracht und durften sich über eine besondere Anerkennung für ihren Einsatz und ihr Können freuen.
Sechs junge Fachkräfte konnten in diesem Jahr als Prüfungsbeste ausgezeichnet werden:
Lukas Bügler (Maurer), dualer Student
Ausbildungsbetrieb: Bügler Bau GmbH, Kirchen
Leonard Trelle (Beton- und Stahlbetonbauer), dualer Student
Ausbildungsbetrieb: Fertigbau Lindenberg Otto Quast GmbH & Co. KG
Jannik Schneider (Zimmerer)
Ausbildungsbetrieb: Hausbau Langer GmbH, Wenden
Jakob Stimpel (Zimmerer)
Ausbildungsbetrieb: Zimmerei Stefan Kaufmann, Herscheid
Kilian Vogt (Straßenbauer)
Ausbildungsbetrieb: Kurt Schmelzer GmbH, Attendorn
Simon Stiesberg (Straßenbauer), dualer Student
Ausbildungsbetrieb: Otto Quast GmbH & Co. KG, Siegen
Bilder: Britta Krämer
Text: AWZ Bau
Pressemitteilung: Freisprechungsfeier der Fleischer-Innung Westfalen-Süd
Datum: 10.07.2026
Ort: Siegener Straße 9, Kreuztal
„Ich bin ein bekennender Fan von Metzgern und Fleischern. Alle, die es geschafft haben, sind jetzt hier“, erklärte Harald Görnig als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft kürzlich in der neuen Geschäftsstelle an der Siegener Straße in Kreuztal. Anlass seiner Rede war die Freisprechungsfeier der Gesellen- und Abschlussprüfungen Sommer 2026 der Fleischer-Innung Westfalen-Süd.
„Sie sind nun in den Kreis der Gesellen aufgenommen worden. Früher wurde das noch mit einem Schlag durchgeführt und damit freigesprochen. Dass ist heute natürlich Geschichte. Sie haben in Ihrer dreijährigen Ausbildungszeit viel gelernt und können jetzt so richtig durchstarten. Ob Sie jetzt in Ihrem Ausbildungsbetrieb bleiben oder zu einem anderen Unternehmen wechseln, irgendwann mal vorhaben, Ihren Meister zu machen und ein eigenes Unternehmen zu führen – Sie haben das Handwerkszeug erlernt und können darauf aufbauen“, so der Metallbauermeister.
Bevor die neuen Gesellinnen und Gesellen ihre Gesellenbriefe und Prüfungszeugnisse überreicht bekamen, lobte auch Guido Bingener als Obermeister die Anwesenden und dankte für ihre guten Leistungen. „Unser Beruf ist sehr intim, wie bei einem Zahnarzt. Dass was wir herstellen, stecken sich die Leute in den Mund. Darum ist Sauberkeit, Hygiene ein genauso hohes Gut, wie die handwerklichen Fähigkeiten, die in der Ausbildung vermittelt worden sind. Seid jeden Tag mit Freude und Energie bei der Arbeit. Wir haben einen wunderbaren Beruf gewählt und können Produkte herstellen, die die Menschen lieben und gerne kaufen. Und es gibt auch noch sehr viele Menschen, die unsere Qualität zu schätzen wissen und nicht im Discounter ihre Fleisch- und Wurstwaren kaufen“, so Guido Bingener.
Ihre Gesellenbriefe erhielten:
Fleischer/innen Gesellenprüfung 2026
Vanessa Becker (Hennche GmbH, Siegen)
Xhejson Cela (Yükseloglu GmbH, Siegen)
Michele Gennaro (Hit GmbH & Co. KG, Plettenberg)
Maurice Graf (Globus GmbH & Co. KG, Siegen)
Patrick Bernd Riedel (Globus GmbH & Co. KG, Siegen)
Fachverkäuferinnen SP: Fleischerei Abschlussprüfung 2026
Gina-Sophia Maria Buchwald (Dornseifer GmbH & Co. KG, Wenden)
Lena Herkenrath (T & T Schäfer OHG, Siegen)
Die Prüfungsbeste wurde Gina-Sophia Maria Buchwald.
Text und Foto: Kai Osthoff
Pressemitteilung: Freisprechungsfeier der Friseur-Innung Westfalen-Süd
Datum: 03.07.2026
Ort: Gasthof Scherer, Wenden-Schönau
„Eine Freisprechungsfeier ist nicht das Ende einer Ausbildung. Sie ist der Anfang einer Zukunft. Das habe ich in all den Jahren, in denen ich junge Menschen auf ihrem Weg begleiten durfte, gelernt“, erklärte Andrea Simon, Obermeisterin der Friseur-Innung Westfalen-Süd. Bei der kürzlich im Gasthof Scherer in Wenden-Schönau durchgeführten Freisprechungsfeier feierten die frischen Gesellinnen und Gesellen nicht nur ihren erfolgreichen Abschluss, sondern dürfen ab sofort die Zukunft des Friseurhandwerks mitgestalten.
Reise in die Zukunft
Die Obermeisterin der Friseur-Innung eröffnete die Feier und nahm die Gesellinnen und Gesellen, deren Begleitpersonen und die Vertreter der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd, darunter der Hauptgeschäftsführer Harald Görnig sowie Matthias Rink, mit auf eine Reise. Doch statt in die Vergangenheit, ging es in die Zukunft. „Wir schreiben das Jahr 2036, 10 Jahre sind vergangen. Es ist ein warmer Sommerabend und ihr steht vor einem Gebäude, dass euch irgendwie bekannt vorkommt. Bilder der Freisprechungsfeier hängen an den Wänden, Erinnerungen werden ausgetauscht. Dann kommt eine Person auf euch zu und fragt, ´Na erzähl mal…. Was ist eigentlich aus Dir geworden? Was würdet ihr antworten“, so Andrea Simon.
Eigener Salon
„Vielleicht antwortet ihr: Ich habe meinen Traum verwirklicht und meinen eigenen Salon eröffnet. Oder ich bin Meisterin oder Meister geworden und bilde heute selbst junge Menschen aus. Oder auch: Ich durfte auf den großen Bühnen arbeiten und Menschen aus aller Welt frisieren. Vielleicht sagt ihr aber auch: Mein Weg war nicht immer einfach. Aber genau diese Erfahrungen haben mich zu diesem Menschen gemacht, der ich heute bin.“ Wer diesen Beruf ergriffen hat möchte kreativ sein, Menschen verändern, ihnen einen neuen Look geben. Es gehe nicht darum wie viel man verdiene, wie groß sein Salon sei oder wie viele Follower man habe. „Viel wichtiger ist, dass ihr glücklich seid, mit dem was ihr jeden Tag tut“, so Andrea Simon.
Danke an viele Beteiligten
Die Obermeisterin hob in ihrer Rede nicht nur die Wichtigkeit des Friseur-Berufs und die guten Leistungen der ehemaligen Auszubildenen hervor, sondern dankte auch allen Mitwirkenden für deren Unterstützung. „Die Familien und Freunde, Berufsschullehrer, ÜBL-Leiterinnen, die Kreishandwerkerschaft und die Ausbilder – all die haben mitgewirkt, dass ihr heute euren Gesellenbrief in den Händen halten dürft.
Lobende Worte auch von der Kreishandwerkerschaft
Den Worten voller Lob und Zuversicht konnte sich auch Harald Görnig nur anschließen. „Ohne Friseure gebe es keine Hochzeiten. Denn die Bräute möchten ja schöne Haare am schönsten Tag ihres Lebens haben. Euer Lohn soll nicht nur in Euro gezeigt werden, sondern mit Anerkennung. Ihr schafft jeden Tag handwerkliches Geschick und sichtbare Kreativität“, so der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd.
FRISEUR Wintergesellenprüfung 2025/2026
Meraea Aldreby (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe)
Ali Alp (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe)
Jana Heppner (Merita Qazimi, Bad Berleburg)
Sibel Osmanie (Pervin Unutkan, Siegen)
FRISEUR Sommergesellenprüfung 2026
Bedriye Acar (DAA, Siegen)
Oday Alchacha (Mood Studio, Siegen)
Emily Bajorat (Christina Kluge, Kirchen)
Alalawe Bdwr (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe)
Krystyna Breinyk (Kai Steuber, Siegen)
Mohamed Ali Dakhli (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe)
Ceyda Düzenli (Roberto Saverino, Siegen)
Noah El Batal (Heike Hilbig, Olpe)
Maddox Hardenacke (Mike Hardenacke, Finnentrop)
Edonjeta Hasani (Larisa Wagner, Lennestadt)
Lena Hennig (Frank Schöllchen, Burbach)
Jason-Tyler Kaffine (Andreas Kaffine, Siegen)
Jaron Marmann (Mario Lupo, Olpe)
Özge-Ecrin Öztürk ( Daniel Gansäuer, Hamm)
Sahin Polat ( Mikail Zengin, Betzdorf)
Angela Gülizar Putignano (Sandra Kinkel, Freudenberg)
Mohammed Halkawt Saber Saber (Alexandra Glombik, Wenden)
Emran Sadrija (Zeljka Ditscheid-Rosic, Neunkirchen)
Ali Siklawi (Sanaa Haidar-Ahmad, Lennestadt)
David Sperling (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe)
Johanna Weber (Kerstin Germeys, Burbach)
Die Prüfungsbesten:
1. Krystyna Breinyk (Kai Steuber, Siegen)
2. Meraea Aldreby (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe)
3. Jana Heppner (Merita Qazimi, Bad Berleburg)
Text und Fotos: Kai Osthoff